Im Jahr 2007 beschloss der Stadtrat Dahn mehrheitlich, die Erschließungsstraße für die neuen Bauplätze auf dem Gelände des ehemaligen Weibel-Komplexes „Adolph-Kolping-Straße“ zu widmen. Der Stadtrat entschied sich damals für einen Vorschlag des langjährigen Vorsitzenden der Kolpingsfamilie Dahn, Reinhard Schantz. Er begründete den Vorschlag in einem Schreiben an den damaligen Stadtbürgermeister Manfred Schreiner wie folgt: „Adolph Kolping war der, der Kapital und Arbeit (Meister und Geselle) als Partner zusammen bringen wollte und war vor seiner Tätigkeit als Sozialreformer von Beruf Schuhmacher. Der Name würde jedem gut tun, der bei Weibel einmal gearbeitet hat“.

Die Katholische Soziallehre, für die sich Adolph Kolping sehr einsetzte, will keinen Klassenkampf zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Sie will Partnerschaft, Mitbestimmung, Mitverantwortung und Gewinnbeteiligung des Arbeitnehmers. Sie möchte außerdem, dass der Arbeitnehmer nicht als Unkostenfaktor wie eine Maschine angesehen und kalkuliert wird, sondern mit Würde und Respekt im Arbeitsleben behandelt wird. Aus diesen Gründen fand Reinhard Schantz den Namen Adolph Kolping für die neue Straße ausgesprochen passend. Daher setzte er sich auch sehr für den Namen „Adolph-Kolping-Straße“ ein. Die Vorschläge „Jakob-Weibel-Straße“ sowie eine Integration der neuen Straße in die bereits bestehende Sportplatzstraße lehnte der Stadtrat damals ab.

Inzwischen wurde die Straße angelegt, das Straßenschild angebracht und das erste Haus in der neuen Straße gebaut. Außerdem wurden dort weitere Bauplätze verkauft und die restlichen beworben. Des Weiteren hat die Kolpingsfamilie Dahn in Absprache mit dem Stadtbürgermeister Alexander Fuhr und der Verbandsgemeindeverwaltung Dahner Felsenland ein Zusatzschild zum Straßennamensschild mit folgender Aufschrift angebracht:

„1813 - 1865, Schuhmacher, Priester, Sozialreformer, Gründer der Kolpingsfamilie“

Das Schild stellt eine gute Möglichkeit für die Kolpingsfamilie dar, Personen, die bisher noch nichts von der Kolpingbewegung wussten, darauf aufmerksam zu machen.

Neben den oben beschriebenen allgemeinen Zielen der Kolping-Gruppierungen, setzten sich diese in der heutigen Zeit vor allem für die Unterstützung armer, kranker und sozial schwacher Menschen sowie für ein familienhaftes Miteinander der Menschen ein.

Weitere Informationen rund um Adolph Kolping, zum Kolping-Verband und zur Kolpingsfamilie Dahn sind unter www.kolpingfamilie-dahn.de zu finden.

Die Kolpingsfamilie Dahn ist sehr froh, eine Straße in Dahn zu haben, die nach dessen Gründungsvater benannt ist und dankt allen Beteiligten (Reinhard Schantz, damaliger Stadtbürgermeister Manfred Schreiner, Stadtratsmitglieder im Jahr 2007, Stadtverwaltung Dahn, Stadtbürgermeister Alexander Fuhr, Verbandsgemeindeverwaltung Dahner Felsenland - speziell Wolfgang Kozerke), die dies ermöglicht haben, sehr herzlich.